Samstag, 19. Juni 2010

Die Nordsee bis zur Elbe

Die Nordsee in Thyborøn hat uns am Freitag mit dickem Nebel Wind aus Süd mit 0-2 Bf. empfangen. Mit ein bisserl motoren kommen wir bis nach Thorsminde. Das ist ein reiner Fischereihafen ohne Plätze für Yachten, wir sind aber herzlich willkommen. Der Ort ist eigentlich sehr nett, sehr viele Deutsche die angeln. Wir haben den Ort ausreichend drei Tage lang erwandern können, denn die Nordsee hat uns mal gezeigt was sie kann. Es pustet mit bis zu 10 Bf. Wir liegen aber sehr geschützt hinter einer ca. 15 m hohen Düne. Nach dem Sturm habe ich das Deck mit Handfeger und Schaufel vom Flugsand befreien müssen. Ich denke, den Sand werde ich nie wieder los.Der Sturm läßt nach und ich segele nun sehr respektvoll weiter nach Hvide Sande (gespr. : Willesanne) Die Hafeneinfahrt ist gefährlich versandet. Ich hatte Mühe die Rinne zu finden. Im Hafen gab es dann zwei Schwimmpontons für Gäste---- die belegt waren von einheimischen Kleinfischern. Ein Plätzchen für mein Boot war aber frei. Das nach mir kommende hat sich dann bei mir angebunden.
Nachdem ich inzwischen viel Zeit verbummelt hatte wollte ich nun weiter. Mein nächstes Ziel sollte List auf Sylt sein. 75 nm an einem Tag, das ist meine bisherige Höchstleistung.List ist-- vom Boot aus betrachtet richtig schön. Ich lege nochmal einen Hafentag ein und wandere durch die Dünen und am Strand.
Nach Helgoland sind es dann am nächsten Tag zwar "nur" 54 nm, aber der schwache Wind läßt mich 14 Std. segeln. Gegen 21 Uhr laufe ich ein und finde einen Platz als dritter im Päckchen, was für helgoländer Verhältnisse sehr günstig ist.
Schon am nächsten Tag bin ich um 7 Uhr in der Hafenausfahrt. Mein Ziel ist die Elbe nach Glückstadt.

Die Elbe ist mir von früher her bekannt, jedoch nicht mit Wind 6 von achtern, gegen die Tide. Es bilden sich in der Mündung (weit draußen vor Cuxhaven) gefährliche Ströme und Stromkanten. Bei diesem Wind hatte ich Wellen von bis zu 3 m. Nach Cux. nahm der Wind noch auf 8 BF. zu (Tidenwechselwind) Die Tide hatte gekentert und schob mich jetzt mit 10 kn über Grund die Elbe hoch. Die Segel hatte ich bis auf ein kleines Tuch im Großsegel eingerollt, Welle war praktisch nicht, so war es eigentlich ein interessantes Segeln.

Jetzt liege ich in Glückstadt (Happytown) und gehe zu den Matjestagen in die City.

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